Wie läuft eine Hypnose ab?

Der Weg in eine hypnotische Trance

Wie läuft eine Hypnose ab?

Was passiert eigentlich bei einer Hypnose mit mir und wie läuft das ab? Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird und die ich gerne mit dieser Folge beantworten möchte.

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Wie läuft eine Hypnose ab?

Textauszug – Transcription

Wie läuft eine Hypnose ab?

Wie sieht der Weg in die Trance aus und dabei ist es völlig egal, welchen Weg man nimmt, also klassisch autoritär, antiautoritär oder selbstbestimmt mit einer Selbsthypnose. Der Weg ist immer sehr ähnlich.

Der erste Schritt ist der Vorsatz. Ich möchte loslassen und in Trance gehen. Bei einer Selbsthypnose ist das natürlich selbstbestimmt und ich habe in der Regel einen Ablauf, der mich und mein Unterbewusstsein schon vorbereitet auf den Weg in die Trance. Wenn ich dagegen zu einem Hypnotiseur oder eine Hypnotiseurin gehe, weiß ich nicht, was mich erwartet, aber trotzdem werde ich vorbereitet.

Mein Unterbewusstsein sagt zu mir, ich vertraue dem Hypnotiseur, er ist Kompetent, der weiß was er tut, ich kann mich fallenlassen. In meinen Shows läuft das in der Regel über den kompletten ersten Teil. Meine Gäste lernen mich kennen und wissen, wie ich ticke und dass ich Ahnung davon habe, was ich da vorne mache.

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Bin ich wirklich der Hypnotiseur?

Ich habe das vor vielen Jahren mal von zwei jungen Kollegen gesehen, die im ersten Teil eine sehr gemischte lustige Show präsentierten und im zweiten Teil sollte die Hypnose kommen. Es war dann schon eher peinlich, da natürlich ihr Standing beim Publikum nicht ausreichte, das Vertrauen und der Glauben an Kompetenz vorhanden war.

Es ist also sehr wichtig, wie man jemanden kennt oder kennenlernt. Ich kann mich noch sehr gut an meine Anfangszeit als Hypnotiseur erinnern. Ich habe es gelernt und konnte sehr schnell fremde Personen hypnotisieren und das wollte natürlich auch mein ganzer Bekannten- und Verwandtenkreis auch ausprobieren. Aber für die war ich nicht der Hypnotiseur Alexander Schelle, sondern der nette Alex. Mit dem kann man lachen und Spaß haben, aber hypnotisieren? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Das ist übrigens ein Problem von wahrscheinlich allen Hypnotiseuren. Man muss sich sein Standing erst erarbeiten oder verdienen.

Da fällt mir ein Satz ein, den ich immer wieder erlebe. Kompetenz kann man sich nicht selbst geben, Kompetenz bekommt man von anderen verliehen.

Und in Folge dessen kommt dann auch die eigene Überzeugung, wenn ich überzeugt bin, wird auch der Hypnotee überzeugt sein, dass ich ihn hypnotisieren kann.

Die Induktion

Nach dem Vorsatz ist man jetzt bereit für die Trance.

Der zweite Schritt ist die Einleitung oder wie wir es bezeichnen, die Induktion. Also der Schritt in den Zustand der hypnotischen Trance. Der ist natürlich bei jeder Hypnoseart unterschiedlich.

Bei einer autoritären Hypnose geht es um die Steuerung des Bewusstseins und dann einen Überraschungsmoment um das Tor in Unterbewusstsein zu öffnen. Auf der Bühne nutze ich dafür unterschiedliche Methoden aus der Blitzhypnose. Aber im Grunde ist das immer alles sehr ähnlich, ich möchte nur nicht, dass man sich sofort darauf einstellen könnte, daher unterschiedlich. Wobei hier auch interessant ist, wenn ich die ersten drei in die Trance geführt habe, schauen die anderen schon etwas verwundert, ängstlich möchte ich nicht sagen und dann ist die Erwartungshaltung schon so groß, dass sie fast von alleine in Trance fallen oder Angst bekommen und in ihr Bewusstsein umschalten.

Bei der antiautoritären Hypnose nutzt man die Konzentration auf sich selbst. Atme tief ein, spüre wie sich deine Brust hebt. Oder alle deine Muskeln entspannen sich, wir fangen an der Stirn an …

Durch diese Konzentration lassen wir langsam los und denken nicht mehr bewusst, sondern nur noch an uns.

Ein anderer Weg bei der antiautoritären Hypnose ist eine verwirrende Geschichte, der unser Bewusstsein nicht folgen kann, weil zu viele und zu verwirrende Informationen kommen. Ein Satz wird begonnen, aber nicht bis zum Ende ausgesprochen und dann folgt schon der nächste Satz usw. und erst später in der Geschichte, wird der jeweils 2. Teil des Satzes fertig gesprochen. Bewusst können wir dem nicht folgen, aber unser Unterbewusstsein macht das.

Bernhard Trenkle hat dazu in den 80ern eine wunderbare Geschichte geschrieben – Die Löwen Geschichte – Ich glaube es war meine erste Hypnose, wo ich ganz tief weg war und die mich auch heute immer wieder bewegt.

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Mit Selbsthypnose

Und der dritte Weg ist der Selbstbestimmte. Hier muss ich selbst etwas tun, um meine Gedanken in die Trance zu lenken. Das kann ich machen indem ich mich auf einen Punkt konzentriere und der langsam vor meinen Augen verschwimmt und ich in Trance fallen oder man macht es wie ich es in meinem Buch zur Selbsthypnose oder in meinem Kurs beschreibe. Man schafft sich ein Ankerbild, darauf gehe ich nächste Woche genauer ein, und sieht, hört und fühlt sich in das Bild ein und alle anderen Gedanken gehen in den Hintergrund man selbst fällt langsam in die selbstgewählte Trance. Für mich ein sehr schöner Weg.

Der Wirkungsteil

Das ist der Weg in die Trance, unterschiedlich, aber doch so gleich. Im Anschluss kommt dann der Wirkungsteil, die Suggestionen. In meiner Show natürlich vor allem als Demonstration gedacht, aber bei einer therapeutischen Hypnose vor allem, um Veränderung herbeizuführen.

Die Ausleitung aus der Hypnose

Und am Ende gibt es natürlich eine Ausleitung. Der Hypnotiseur führt und begleitet den Hypnotee wieder aus der Trance. Hier kann man sehr gut verstärkende Suggestionen nutzen. Beispielsweise wie man jede Nacht noch überzeugter von dem Weg wird und dass er sich immer weiter festigt usw.

Bei der Selbsthypnose sage ich mir immer vorher, wie lange ich in Trance gehen möchte und selbst wenn ich in den tiefen Theta Zustand komme, bin ich nach den von mir meistens gewählten 15 Minuten wieder zurück aus der Trance. Wer da noch unsicher ist, kann sich einen Wecker stellen. Aber das ist wirklich nur zur eigenen Sicherheit, man wird es nicht benötigen.

Ich hoffe ich konnte einige offenen Punkte heute beantworten und nächste Woche gehe ich dann auf das Thema Visualisierung ein und erkläre, was eigentlich ein Ankerort ist und wie man diesen bekommt, bzw. nutzt.